im Jahr 2005 unternahm eine Gruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Arbeitskreises Schienenverkehr Südwestfalen (AKS) unter der Leitung von Achim Walder eine siebentägige Bahnreise nach Graubünden.

Von Siegen führte die Anreise mit der Bahn nach Chur, dem Ausgangspunkt mehrerer Ausflüge auf den eindrucksvollen Strecken der Rhätischen Bahn. Ein besonderer Höhepunkt war die Fahrt mit dem Glacier Express. Von Chur führte die Reise durch die eindrucksvolle Landschaft des Vorderrheintals nach Disentis. Dort besichtigte die Gruppe die weithin sichtbare Klosteranlage. Anschließend setzte der Glacier Express seine Fahrt über den mehr als 2.000 Meter hohen Oberalppass fort. Schneebedeckte Gipfel, tiefe Täler und wechselnde Gebirgslandschaften machten die Bahnfahrt zu einem besonderen Erlebnis. Eine weitere Fahrt führte über die Albulastrecke nach St. Moritz. Zu den eindrucksvollsten Bauwerken entlang der Strecke gehört das Landwasserviadukt, das in einem weiten Bogen über das Tal unmittelbar in einen Felstunnel führt. Zahlreiche Tunnel, Viadukte und Kehrschleifen verdeutlichten die außergewöhnlichen ingenieurtechnischen Leistungen beim Bau der Rhätischen Bahn. In St. Moritz hatte die Reisegruppe Gelegenheit, den bekannten Ferienort und die umliegende Bergwelt kennenzulernen. Von dort führte eine weitere Fahrt mit dem Bernina Express durch das Oberengadin und hinauf zum Berninapass. Die hochalpine Strecke eröffnete eindrucksvolle Ausblicke auf Gletscher, Bergseen und die Gipfel der Berninagruppe.
Zu den kulturellen Höhepunkten gehörte der Besuch der Kirche St. Martin in Zillis. Berühmt ist das Gotteshaus für seine über 900 Jahre alte romanische Bilderdecke. Die 153 bemalten Holztafeln zeigen Szenen aus dem Leben Christi sowie Darstellungen mittelalterlicher Fabelwesen. Mit der Rhätischen Bahn reiste die Gruppe außerdem durch das Unterengadin nach Scuol und Ardez. Beide Orte werden von den charakteristischen Engadinerhäusern mit ihren mächtigen Mauern, tiefen Fensteröffnungen und kunstvoll verzierten Fassaden geprägt. Besonders Ardez beeindruckte durch seinen gut erhaltenen historischen Dorfkern. Ein weiterer Ausflug führte in die Viamala-Schlucht. Zwischen hohen Felswänden bahnt sich der Hinterrhein seinen Weg durch die enge Schlucht. Wege und Treppen ermöglichten eindrucksvolle Einblicke in die vom Wasser geformte Landschaft. Die Fahrt durch das Prättigau nach Davos ergänzte das vielseitige Reiseprogramm. Die höchstgelegene Stadt der Alpen ist von einer eindrucksvollen Bergwelt umgeben. Besonders markant erhebt sich oberhalb von Davos die Weissfluh mit dem Weissfluhjoch. Die siebentägige Reise verband die bekanntesten Strecken der Rhätischen Bahn mit bedeutenden Kulturdenkmälern und eindrucksvollen Landschaften Graubündens. Glacier Express, Bernina Express, Landwasserviadukt, Engadin und Viamala machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Bahnerlebnis.
Herausgeber
Redaktion: Achim Walder - Ingrid Walder
Texte: Achim Walder sowie weitere Mitwirkende
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