Pressespiegel: AK-Verkehr (vgl. Westfälische
Rundschau: 12-10-1993)
Siegen. Großer Andrang herrschte gestern morgen, eine halbe
Stunde vor Vorlesungsbeginn. an der Haltestelle der Linien 33 und
41 am Weidenauer Busbahnhof. Auffallend viele Studierende der Uni-GH
Siegen nutzten das neu eingeführt. Semesterticket und fuhren
mit Bus und Bahn zur Hochschule.
Die Vertreter des Allgemeinen Studentenausschusses (ASTA), des Arbeitskreises-Verkehr und der VWS waren positiv erstaunt. Allein in der Zeit. zwischen 7.35 Uhr und 8.10 Uhr fuhren außer den sieben planmäßigen Bussen noch vier weitere auf den Haardter Berg. Alle waren bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, einige Studenten mussten sogar kurz warten, bis sie mit dem Nachfolgebus mitfahren konnten.
,,Die ersten Tage noch kein Maß"
Wilhelm Rothenpieler, Mitglied des AK-Verkehr: ,,Erfreulich, dass
die VWS sich so flexibel zeigt und Zusatzbusse einsetzt". Die
ersten Tage seien jedoch noch kein Maß für die Bestimmung
des endgültigen Fahrplans, so VWS-Pressereferent Jürgen
Dietrich. in der ersten Woche stehen an allen ,,Brennpunkten"
Beobachter der Verkehrsbetriebe, die per Funkgerät Innerhalb
weniger Minuten weitere Wagen beordern können.
.Heinz Wunderlich ebenfalls für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der VWS zuständig: Diese Flexibilität ist allerdings mir durch die freien Kapazitäten der Schulbusfahrten in den Ferien möglich". Zukünftig sei aber eine Kombination von Schul- und Unifahrten denkbar, da die Hochschule den Vorlesungsbeginn einheitlich auf 8.30 Uhr verlegt hat.
Vom Beginn der ersten Sondierungsgespräche zwischen dem ASTA und der VWS bis zur Realisierung des Semestertickets verging gerade ein Jahr. Mehr als 64 Prozent der Studierenden hatten sich in einer Urabstimmung im Juni für das System ausgesprochen. Alle rund 13 000 Studierenden zahlen bei der Einschreibung oder Rückmeidung pro Semester einen Betrag von 80 Mark, von dem- 59 Mark an die VWS und 21 Mark an die Deutsche Bundesbahn gehen. Unter Vorlage des Studentenausweises können die Hochschüler jetzt ohne weitere Kosten Busse und Bahn der Region nutzen.
Von Seiten der VWS wurden die Linien 33 Siegen-Bahnhof/Weidenau.Bahnhof zur Uni und 41 Siegen/Kaan-Marienborn zur Uni mit 16 Fahrten und die Linie 61 Netphen/Uni mit 14 Fahrten zusätzlich verstärkt.
Die Anwohner am Haardter Berg, die schon durch das parkplatzsuchende
Personal und die autofahrenden Studenten stark belastete werden,
sollten unter der erhöhten Busfrequenz nicht noch zusätzlich
leiden, so - Thomas Reincke vom AK-Verkehr Deshalb für dem
die Mitglieder eine alternative Busroute durch das Hochschulgelände
nach oben hindurch an der Bibliothek.' vorbei. Ein weiterer Vorteil:
Die Studenten könnten trockenen Fußes direkt ins Gebäude
gelangen.
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