Gestern
berichteten die AK-Mitglieder Achim Walder, Anton Werner und Michael
Treude in der Uni über die Auswertung der Fragebogenaktion. 3156
Studenten (rund 25 Prozent) und 580 Uni-Beschäftigte (etwa 40 Prozent)
nahmen teil. Von dem Befragten benutzen mehr als 70 Prozent das Auto,
16 Prozent fahren mit Bus oder Bahn, bzw. mit Bahn und Bus, 3 Prozent
fahren mit dem Rad, weitere 3 Prozent erklimmen den Haardter Berg zu
Fuß. Die meisten, nämlich 75 Prozent, besuchen die Uni vier-
bis fünfmal in der Woche. Die Stoßzeiten für die Rückfahrten
mit dem Auto sind um 14 Uhr (20 Prozent), 16 Uhr (33 Prozent) und 18
Uhr (12 Prozent). Fast die gleichen Zahlen gelten für die Bus-
und Bahnbenutzer. 76 Prozent der Autofahrer gaben an, vom Pkw auf den
ÖPNV umzusteigen, wenn die Voraussetzungen gegeben wären,
wobei diese sehr individuell ausgelegt wurden.
Kritisiert
wurde, daß es zwischen Bus und Bahn keinen Tarifverbund und bei
der VWS keine Mehrfachfahrkarten (Streifenkarten) gibt. Ebenso standen
die schlechten Anschlüsse der Busse am Bahnhof Siegen und Weidenau
im Fadenkreuz der Debatte. Erreicht hat der Arbeitskreis bei der VWS,
daß die Abfahrtszeiten der Busse geändert werden. Außerdem
soll vom 2. Juni an ein Bus zur Uni um etwa 21 Uhr die Lücke zwischen
20 Uhr und 22.20 schließen. Für die Zukunft wünscht
sich der AK eine Verdichtung des Hochschulverkehrs am Nachmittag, Bus-Anschlüsse
an den neuen Taktverkehr der Bundesbahn und eine Direktverbindung zwischen
Netphen und der Hochschule.
Aufgrund
dieser Verbesserungen war von den AK-Mitgliedern zu hören, daß
sie von dem ,,Vorurteil von der Unbeweglichkeit der VWS schon ein bißchen
weggekommen" seien.
Im
übrigen fordern der Arbeitskreis und der AStA eine ,,ökologische
Lösung" des Verkehrsproblems, das nur durch einen attraktiveren
öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Benachteiligung des
Individualverkehrs erreicht werden könne. Gespannt sind die Uni-Experten
auf die Reaktionen der "etablierten Parteien". Für sie ist ,,eins
klar: Sie werden es schaffen, die Umfrage vor den Karren ihrer Individualverkehrspolitik
zu spannen".
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