UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Semester-Ticket an der UNI-GH-Siegen

Westfälische Rundschau, 15-10-2001

Preise um fünf Prozent erhöht - auf 100 Mark

Siegen. (ede) Exakt 100,37 Mark wird im gerade beginnenden Wintersemester 2002/2003 und im Sommersemester 2003 das Semester-Ticket für die Studenten der Uni Siegen kosten. Unter dem Strich bedeutet das eine Preissteigerung von fast fünf Prozent.

Wie Vertreter des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) und der Verkehrsgemeinschaft West-falen-Süd (VGWS) gestern bei einem Pressegespräch auf dem Campus bekanntgaben, habe man sich auf diese Preiserhöhung erst nach langem Ringen verständigt.

Die VGWS habe zu Beginn der Verhandlungen eine Steigerung von 50 Prozent in den Raum gestellt, berichtete AStA-Referent Marc Neumann. Für eine Erhöhung über fünf Prozent hätte es jedoch einer Urabstimmung unter den Studenten bedurft, so Neumann weiter. Und deren Ergebnis hätte am Ende ohne Weiteres dazu führen können, dass es das Semester-Ticket künftig überhaupt nicht mehr gegeben hätte.

Sicherlich sei ein Mehr von 50 Prozent "nicht ´rüberzubrigen" gewesen, räumte VGWS-Geschäfts-führer Norbert Wagener ein. Er verwies aber zugleich auf "die allgemein gestiegenen Kosten in allen Bereichen", die eine Erhöhung nötig mache. Im Übrigen liege die Studentenzahl in Siegen längst nicht mehr so hoch wie 1991, als das Semester-Ticket eingeführt worden war. Es muss von allen Studier-enden käuflich erworben werden. Blick in die Statistik: Anfang der 90er Jahre gab es in Siegen mehr als 11 000 Hochschüler, heute sind es etwa 10 600. Genutzt wird das Ticket laut AStA von 30 bis 50 Prozent der Studierenden.

Neumann warnte in Sachen Semester-Ticket vor weiteren dramatischen Erhöhungen. Schließlich mache es neben dem Studentenschaftsbeitrag von 13 Mark für AStA und Fachschaften sowie dem Studentenwerksbeitrag von derzeit 60,50 Mark den Löwenanteil bei den Semester-Gebühren aus.

"Wir haben da einen Fall, wo man ein bisschen von Studiengebühren sprechen muss" merkte AStA-Vertreter Neumann kritisch an. Wenn die Semester-Gebühren so auf 200 Mark zuliefen, könne es für BaFöG-Empfänger "schon eng" werden.

Wieviel das Semester-Ticket ab dem Wintersemester 2003/2004 kosten wird, ist noch offen. AStA-Mann Neumann regte an, dass sich die VGWS doch einmal mit einem Info-Stand in der Uni präsen-tieren möge: "Das wäre sicherlich akzeptanzfördernd."

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