UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

SemesterTicket an der UNI-GH-Siegen

Siegener Zeitung, 15-10-2001

Semesterticket gesichert: VGWS und AStA besiegelten gestern neue Vereinbarung

Siegen. Auch wenn das Semester bereits läuft, erst gestern besiegelten Vertreter der Universität
und der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS) den Fortbestand des Semestertickets.
»Es ist noch einmal glimpflich abgegangen«, atmete Marc Neumann vom Allgemeinen Studierenden- ausschuss (AStA) durch. »Auch wenn der Auftakt dramatisch war«, erinnerte er noch einmal an die Szenarien, die noch vor wenigen Monaten gemalt worden waren. Von einer Preiserhöhung von 50 Prozent war da die Rede, ein Aufschrei von Studierenden, Uni und Politik die Folge.

Letztlich einigte man sich auf eine Erhöhung von 96,60 auf 100,37 DM oder um knapp 4 Prozent. Damit blieb man unter der »5-Prozent-Hürde«, die eine Urabstimmung erfordert hätte. »Die wollten wir nicht aufkommen lassen«, äußerte sich VGWS-Geschäftsführer Norbert Wagener, da eine Urab-stimmung doch eventuell zur Ablehnung des Tickets hätte führen können. »Wir wollen mit der Ent-scheidung zeigen, dass wir grundsätzlich an dem Ticket interessiert sind. Und es soll weiter-bestehen.« Im landesweiten Vergleich scheint die heimische Hochschule dennoch glimpflich davon-gekommen zu sein. Der Finanzreferent des AStA, Michael Mönnich, sprach von bis zu 30-prozentigen Erhöhungen an anderen Unis.

Zu Beginn der Verhandlungen hätten sich die Parteien nicht auf einen Preis einigen können, ließ Wagener Revue passieren. »So haben wir die Diskussion genutzt, um über das Ticket grundsätzlich nachzudenken.« Die Kostenstruktur habe überprüft werden müssen, da Faktoren wie Lebenshaltungs- oder Energiekosten den Preis schlicht haben steigen lassen. Zwar hätten die VGWS ursprünglich eine Vertragsdauer von nur sechs Monaten anvisiert, im Nachgang zu den Verhandlungen habe man sich dennoch zu einem vollen Jahr durchringen können. Dann müsse man weitersehen.

Neumann warnte indessen davor, »in Zukunft nur von Erhöhung zu sprechen«. Auch das Studenten-werk müsse seinen Beitrag anpassen. Wenn die Kombination aller Kosten zu sehr steige, »muss man schon von Studiengebühren sprechen«. Bei den jüngsten Verhandlungen sei den Studierenden jedoch die »Existenzbedrohung« der Uni Siegen zugute gekommen, schätzte Neumann. Auch dadurch sei die Erhöhung niedriger ausgefallen. »Bei der ursprünglich geplanten Erhöhung von 50 Prozent wäre der Uni ein deutlicher Standortnachteil entstanden«, bestätigte Wagener. »Den wollten wir nicht herbei-führen.« Doch auch mit dem jetzigen Ergebnis »können wir leben«.

Abschließend noch ein Hinweis von VGWS und AStA zur Nutzung des Semestertickets. Wagener: »Eingeschweißte Ausweise werden nicht akzeptiert, da in solchen Fällen die Echtheit nicht zu überprüfen ist.« Wenn die Studierenden Sorge um die Unversehrtheit ihres Papiers hätten, müsse
überlegt werden, ob nicht doch eine Chipkarte eingeführt werde. Dennoch dürften eingeschweißte Tickets nicht eingezogen werden, mahnte Neumann. »Da sie gleichzeitig auch Studentenausweis, also Indentifikationspapiere und im Eigentum der Uni sind, wäre das eine Rechtsstörung.«

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