UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Veraltete Zahlen:
UNI-Siegen braucht kein weiteres Parkhaus

Pressespiegel: AK-Verkehr (vgl. Westfälische Rundschau: 13-12-1994)

Der Bau des geplanten 400-Plätze-Parkhauses ,,Am Eichenhang" ist überflüssig geworden, weil inzwischen das Semesterticket so gut angenommen wird, daß die Belastungen durch den ruhenden Verkehr am Haardter Berg kräftig zurückgegangen sind. Das meint zumindest der Arbeitskreis Verkehr der UNI-GH Siegen, der neue Zahlen über die Nutzung des vorhandenen Parkraumes vorgelegt bat.

Seit 1993 stehen aus Strukturhilfemaßnahmen neun Millionen Mark für den Parkhaus- neubau zur Verfügung - 22.500 Mark pro Stellfläche. Das Geld könnte nach Ansicht des Arbeitskreises besser für Studentenwohnungen oder zum Ausbau des ÖPNV eingesetzt werden; die vorhandenen 250 Parkplätze ,,Am Eichenhang" seien zwar in Spitzenzeiten vollständig belegt, aber ein massiver Parkdruck wie vor der Einführung des Semestertlkkets im Oktober 1993 sei inzwischen nicht mehr feststellbar. Der Anteil der Studierenden, die mit dem eigenen Auto zur Hochschule kommen, ist nach Erhebungen des Arbeitskreises seitdem von über 75 auf unter 50 Prozent gesunken. Die rund 1.000 Behelfsparkplätze, welche die Stadt vor einigen Jahren am Haardter Berg geschaffen hat - zusätzlich zu 1.300 vorhandenen - seien inzwischen selbst in Spitzenzeiten nicht mehr belegt.

Stadt und Universität gingen bei ihren Berechnungen für den Parkhausneubau von veralteten Schlüsselzahlen aus, kritisiert der Arbeitskreis. Sinnvoller als ein von der Entwicklung ,,überholtes" Parkhaus sei eine angekündigte Parkraumbewirtschaftung, wie sie die Landesregierung vorsehe, weil dadurch die Motivation zum Umstieg auf den OPNV wachsen werde. Nötiger als 400 teure Steliflächen seien daher Investitionen in die ÖPNV-Qualität.

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