UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Stellplätze für UNI-Fahrräder

Pressespiegel: AK-Verkehr (vgl. BASTA 11-1992)

Es wurde ja auch mal Zeit: Stellplätze für UNI-Fahrräder
Der vor rund zwei Jahren an der Universität gegründete Arbeitskreis Verkehr hat sich in Verhandlungen nicht nur mit den Verkehrsbetrieben für bessere Busverbindungen, günstigere Studententarife und andere Maßnahmen zur Lösung der Verkehrs- und Parkprobleme auf dem Haardter Berg eingesetzt. Grundlage dazu bildete die Verkehrsumfrage, die im Februar 1991 unter den Studierenden und Bediensteten durchgeführt worden war.

400 mit dem Rad
Eines der Ergebnisse: Täglich fahren bis zu 400 Studenten und Bedienstete mit dem eigenen Fahrrad zur UNI-GHSiegen aufden Haardter Berg. Doch gibt es im Bereich der Hochschule bisher kaum geeignete Abstellplätze für die recht teuren Zweiräder, die auch vor Langfingern sicher sein sollen. Die Folge ist, daß Bedienstete und Studenten ihre Räder die Treppenaufgänge hinaufschleppen, um sie dann an den Geländern oder in den Arbeitsräumen abzustellen. Teilweise versperren die Räder, wenn sie an den Geländern angekettet sind, die Fluchtwege in den Treppenhäusern.

Ein Antrag an die Hochschulverwaltung, für die Anschaffung von Ständern Gelder bereitzustellen, war allerdings zum Scheitern verurteilt. Auf der Suche nach einem entsprechenden Titel hatte man den Haushaltsplan hin- und hergewälzt. Aber im ansonsten mit Titeln reichlich ausgestatteten Haushalt ausgerechnet für Fahrräder keinen gefunden. So blieb dem Arbeitskreis nur die Suche nach privaten Spenden. Insgesamt 400 Fahrradstellplätze mit einen Kostenvolumen von rund 20 000 DM wurden geplant. Am 24. August stellte Achim Walder während eines Pressegespräches die ersten sechs Abstellanlagen an der Mensa vor. Sie wurden von Dr. Reinhold Schultze, der Ökologischen Partei Deutschland, der Firma Lachmann und Rink aus Kreuztal, der Firma Kunze aus Netpen, von Frau Bürgermeisterin Hilde Fiedler, den Weißtal-Werken, dem ADFC und der Siegener Zeitung gespendet. Rektor Prof Dr. Klaus Sturm bedankte sich bei der Übergabe trotz aller Rückschläge, für den langen Atem des Arbeitskreises. In Zusammenarbeit mit dem ADFC wurden die Aufstellungspläne am Bildungshügel erstellt -nicht immer mit dem Einverständnis der Hochschulverwaltung.

30.000 DM nicht zu finanzieren
Ein weiteres Problem ergab sich durch die eigentlich notwendige Fundamentierung der Fahrrad- ständer. Hier kämen bis zu 1000 DM pro Sechsereinheit auf den Arbeitskreis zu. "Für uns sind die 30000 DM zusätzlich nicht zu finanzieren" erklärte Achim Walder. (Eine Summe, nur am Rande angemerkt, die etwa dem Betrag entspricht, der beim Bau des Zentrums für Sensortechnik ausgegeben werden mußte, um die zu niedrigen Geländer nach Intervention des Gewerbeaufsichts- amtes nachträglich auf die vorgeschriebene Höhe zu bringen.)

Daher ist der Prototyp noch etwas unpraktisch übererdig auf dem Verbundpflaster montiert. Sollte die Hochschulverwaltung die Kosten nicht übernehmen, werden künftige Ständer etwas niedriger auf Putz angebracht.

Brief an Anke Brunn
Auf einen Brief an das Ministerium für Wissenschaft und Forschung hat der Arbeitskreis Verkehr am 22.07.1992 einen Brief von der Ministerin Anke Brunn erhalten, in dem Sie darauf hinweist, daß vor einigen Tagen der Universität GH Siegen Mittel aus dem Hochschulsonderprogramm zugewiesen worden sind. Zur Zeit prüft die Hochschulverwaltung, ob hiervon etwa 3.000 bis 5.000 DM umgewidmet werden könne, um evtl. noch im laufenden Haushaltsjahr im begrenzten Umfang zusätzliche Fahrradständer zu installieren. Für 1993 wird sich das Ministerium bemühen, der Universität-GH- Siegen ggf. einen weiteren kleinen Betrag zur Erweiterung des Angebots an Fahrradständern zur Verfügung zu stellen.

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