UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Zweiräder nicht nur vorm Regen gefeit,
Parkeinheiten auf dem "Bildungshügel"
bieten Unterschlupf

Pressespiegel: AK-Verkehr (vgl. Siegener Zeitung: 28-07-1992)

Siegen. Die Zeit, in der die Fahrräder auf dem "Bildungshügel" der Universität mit in die Büros genommen wurden, um sie vor Regen oder vor Langfingern zu schützen, neigt sich dem Ende zu. Auch auf die teilweise von angeketteten ,,Drahteseln" versperrten Fluchtwege dürfte sich die Initiative des Arbeitskreises Verkehr entlastend auswirken. Zwar kann man derzeit auf dem Haardter Berg noch nicht allen der immer zahlreicher werdenden Pedalritter einen sicheren Parkplatz für ihr Gefährt anbieten, aber dank der Spendenbreitschaft einiger Firmen, Parteien und Institutionen ist ein erster Schritt getan: sechs Parkeinheiten, die das Anlehnungsbedürfnis von insgesamt 72 Fahrrädern erfüllen, wurden jetzt von Rektor Prof. Dr. Klaus Sturm und Mitgliedern des Arbeitskreises vor der Mensa offiziell in Betrieb genommen.

Vor rund zwei Jahren hat sich der Arbeitskreis an der Universität gebildet und sich seitdem in Verhandlungen nicht nur mit den Verkehrsbetrieben für bessere Busverbindungen, günstigere Studententarife und andere Maßnahmen zur Lösung der Verkehrs- und Parkplatzprobleme auf dem Haardter Berg eingesetzt. Dazu, so rief Arbeitskreisleiter Achim Walder in Erinnerung, gehörte auch eine Verkehrsumfrage, die im Februar 1991 unter Studierenden und Beschäftigten durchgeführt worden war.

Eins der Ergebnisse: Zwischen 400 und 800 Universitätsangehörige erklimmen täglich unter Einsatz der Beinmuskulatur mit dem Zweirad den BildunghügeI. Ihnen, so die Konsequenz des Arbeitskreises, sollte zur "Belohnung" zumindest ein angemessener Parkplatz zur Verfügung gestellt werden. Ein Antrag an die Hochschulverwaltung, für die Anschaffung von Ständern Geld bereitzustellen, war allerdings zum Scheitern verurteilt: Auf der Suche nach einem entsprechenden Titel hatte man den Haushaltsplan hin- und hergewälzt. Aber, welch bitterer Schlag für eine ansonsten mit Titeln reichlich ausgestattete Hochschule, ausgerechnet in puncto "Fahrradständer" wollte sich keiner finden lassen. So blieb für Walder und seine Mitstreiterinnen und -streiter nichts anderes, als sich auf die Suche nach Sponsoren zu begeben, die schließlich - für die Erstausstattung - auch gefunden wurden. Für die in der letzten Ausbaustufe ins Auge gefassten insgesamt 33 Einheiten (für 400 Fahrräder) müssten rund 20 000 DM aufgebracht werden, und so sind Spender weiterhin willkommen.

Ein Problem, das erst beim Aufstellen der ersten sechs Einheiten erkannt wurde: Um die Ständer in die richtige Höhe zu bringen, müssten sie eigentlich in den Boden eingelassen werden. Das wäre im Grunde kein großes Problem und mit Hacke und Schaufel schnell zu bewerkstelligen, wenn der Mensa-Vorhof nicht gepflastert wäre. Und das wirkt sich recht kostspielig aus. Die notwendigen Pflasterarbeiten, so Walder zum Voranschlag des Staatshochbauamts, würden rund 33000 DM kosten. Eine Summe, um das nur am Rande anzumerken, die in etwa dem Betrag entspricht, der beim Bau des Zentrums für Sensorsysteme an der Paul-Bonatz-Straße dem Vernehmen nach dafür ausgegeben werden musste, um die zu niedrigen Geländer nach Intervention des Gewerbeauf- sichtsamts nachträglich auf die, vorgeschriebene Höhe zu bringen.

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