UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Besseres Radwegenetz gefordert

Pressespiegel: AK-Verkehr (vgl. Siegener Zeitung: 29-01-1992)

Um bessere Lösungen für den Nahverkehr in Siegen ging es in einer Diskussionsveranstaltung in der Siegerlandhalle, zu der die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eingeladen hatte. Gastreferent war Achim Walder, Leiter des ,,Arbeitskreises Verkehr" an der Uni Siegen. Eine Alternative zu dem gegenwärtigen Ist-Zustand in der Krönchenstadt, so stellte Walder heraus, suche man auf allen Ebenen.

Auch die Universität habe sich mit ihrem Arbeitskreis Verkehr der Thematik angenommen, nachdem der Bildungshügel, dem in den Anfangs-jahren 5600 Studierende angehörten, aus allen Nähten platzte. Die Statistik weise aus, daß von derzeit fast 12 000 eingeschrIebenen Studenten rund 2000 direkt aus Siegen kämen. Diese benutzten für ihre Fahrt zur Uni vorwiegend den eigenen Pkw, nur 14 Prozent bevorzugten den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Mit der Schaffung von neuen Parkplätzen und Parkhäusern habe man bisher versucht, der Misere auf dem Uni-Gelände zu begegnen. Dabei seien keine Kosten und Mühen gescheut worden. Immerhin verschlinge der Bau eines einzigen Absteliplatzes 20 bis 30 000 DM. Das Parkhaus am alten Heizkraftwerk mit 600 Parkplätzen komme auf 20 Mill. DM. Eine Besserung der Situation sei deswegen jedoch nicht erreicht. Der Arbeitskreis Verkehr setze daher auf eine Veränderung im öffentlichen Verkehrsnetz.

Durch die Bildung einer regionalen Verkehrsgesellschaft soll eine Verknüpfung der Bus- und Bahnanschlüsse geschaffen werden. Diesbezüglich bestünden erfreuliche Kontakte zum Land NRW. Daß für die Fahrradfahrer noch. einiges getan werden könnte, meinte Ingo Müller-Kurz, Vorsitzender des ADFC. Er verlangte vor allem einen besseren Ausbau des Radwegenetzes. Einig waren sich alle Anwesenden und die Mitglieder des BUND, daß die bestehenden Angebote für Fahrradfahrer unzureichend, schlecht ausgebaut und von fehlender sozialer Kontrolle (Scherben, Steine, Hindernisse, ohne Beleuchtung) seien. Walder versprach, sich verstärkt für mehr Fahrradständer vor den Uni-Eingängen einzusetzen. Öffentlichkeitsarbeit und der Kontakt mit den Behörden führten dem Ziel, die Studenten zum Umsteigen zu bewegen, Schritt für Schritt näher.

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