UNI-Siegen - Arbeitskreis Verkehr

Uni-Verkehrsgutachten: Repräsentative Zahlen

PM: AK-Verkehr (vgl. Westfälische Rundschau: 10-04-1991)

Gefordert: Besserer ÖPNV und eine Pferdetränke
Die UniGH Siegen ist - neben all ihrer wissenschaftlichen und sonstigen Bedeutung - für diese Region auch ein wesentlicher Verkehrsknotenpunkt; allerdings einer, der nur mit reichlich Mühsal und Beschwer erreichbar ist. Das hat vielerlei Gründe - geographische, organisatorische, verkehrspolitische - und ebensoviele Auswirkungen: Um denen genau und empirisch gesichert auf den Grund gehen zu können, hat der UNI-interne ,,Arbeitskreis Verkehr" eine breitangelegte Fragehogenaktion veranstaltet, dessen Ergebnisse nun vorliegen. Erläutert wurden sie von den AK-Mitarbeitern, anschließend diskutiert von Vertretern der Ratsfraktionen, der VWS und der lokalen Medien.

Gefragt waren alle Uni-Angehörigen - Studenten. und Angestellte - sowie die Studenten und Lehrer des Siegerland-Kollegs. Von den ungefähr 12.000 Studenten und 1.450 Angestellten der Uni beteiligten sich während der fünfwöchigen Aktion (zwischen dem 10. Januar und dem 20. Februar 1991) 3868 Personen. ,,Wir können also bei dieser Erhebung von repräsentativen Daten ausgehen," betonte Achim Walder, der die Auswertung leitete.

Von den Befragten benutzen mehr als 70 Prozent das Auto und 16 Prozent den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV); ungefähr drei Prozent sind als Fußgänger unterwegs. Von den Autofahrern sind ihrem Fahrzeug unterwegs, nur 40 Prozent bilden Fahrgemeinschaften. Das mag sich eventuell demnächst ändern, denn eine Aktion ,,Grüner Punkt" ist in Vorbereitung.

Beim ÖPNV sind 75 Prozent Busbenutzer, acht Prozent Bahnfahrer und 16 Prozent Bus- und Bahnbenutzer. 29 Prozent kaufen einen Einzelfahrschein und rund 65 Prozent eine Monatskarte. Die durchschnittliche Fahrzeit im ÖPNV beträgt mehr als 60 Minuten 33 Prozent der Betroffenen bemängelten die schlechten Anschlüsse der Linie 33, besonders an den Bahnhöfen Siegen und Weidenau. Im nächsten Fahrplan werden die Abfahrtszeiten der VWSBusse geändert, um diese Probleme weitgehend zu beheben.

Einige der Umfrage-Ergebnisse sind überraschend: So erklärten 76 Prozent der Autofahrer, daß sie grundsätzlich zum Umstieg auf den ÖPNV bereit seien - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, wie etwa günstigen Tarifen und einer wesentlich verbesserten Anbindung der Uni-GH an die entsprechenden Verkehrsnetze. Die Bahnkunden erhoben die lautesten Forderungen nach einem - in Siegen längst überfälligen - Verkehrsverbund; verständlich, da sie ungefähr 25 Prozent Mehrkosten gegenüber den Nur-Busbenutzern aufzubringen haben. In anderen Städten sind Bus-Bahn-Verbünde längst die Regel.

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